Leni Sternenstaub - Geschichten zum Träumen
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Leni und das Geheimnis der Traumsterne

Leni und das Geheimnis der Traumsterne

Am Abend lag Leni wieder in ihrem Bett.

Sie kuschelte ihren Teddy ganz fest an sich und schaute aus dem Fenster.

„Ob sie heute wiederkommen?“, flüsterte sie leise.

Der Mond stand schon hoch am Himmel… und die Sterne funkelten wie kleine Augen.

Leni hielt ihre Hand hoch.

Der kleine Stern vom letzten Abend glitzerte noch immer ganz sanft.

„Vielleicht war es doch kein Traum…“

Gerade als sie das dachte, hörte sie wieder ein leises Geräusch:

„Pssst… Leni… wir sind wieder da…“

Leni setzte sich auf.

Und da war er wieder – Luna, der Sternenhase!

Neben ihm standen Bruno der Bär, Pipo der Vogel und die kleine Maus.

Aber diesmal war noch jemand dabei…

Ein kleines, schüchternes Tier mit einem buschigen Schwanz.

„Das ist Fina“, sagte Luna. „Ein Sternenfuchs.“

Fina trat vorsichtig näher. „Hallo Leni… wir brauchen deine Hilfe.“

Leni rieb sich die Augen. „Meine Hilfe?“

„Ja“, piepste die Maus. „Ein Traumstern ist verschwunden!“

Leni staunte. „Ein Stern… weg?“

Pipo nickte. „Und ohne ihn kann ein Kind heute Nacht nicht einschlafen.“

Leni wurde ganz ernst. „Dann müssen wir ihn finden!“

„Komm schnell!“, sagte Luna.

Und schon kletterte Leni wieder ins Raumschiff.

Das Raumschiff startete leise und flog in den Himmel.

Doch diesmal fühlte es sich anders an.

Nicht nur wie ein Abenteuer… sondern wie eine wichtige Aufgabe.

„Wem gehört der Stern?“, fragte Leni.

Fina antwortete leise: „Einem kleinen Jungen auf der Erde. Er ist ganz traurig heute.“

Leni drückte ihren Teddy. „Dann finden wir den Stern ganz bestimmt.“

Bruno nickte. „Gemeinsam schaffen wir das.“

Zuerst flogen sie wieder zum Mond.

„Vielleicht ist der Stern hier gelandet“, sagte Pipo.

Die Mond-Schafe hüpften ihnen entgegen.

„Mähhh… hallo Leni!“

„Hallo!“, rief Leni. „Habt ihr einen kleinen Stern gesehen?“

Die Schafe schüttelten ihre flauschigen Köpfe.

Aber eines zeigte mit seinem Huf auf eine glitzernde Spur im Mondstaub.

„Da!“, rief Leni.

Die Spur funkelte ganz leicht.

„Das ist Sternenstaub“, erklärte Fina. „Wir müssen ihm folgen!“

Also stapften sie gemeinsam über den Mond.

Leni hielt sich an Brunos Pfote fest.

Es war ganz still… nur ihre Schritte waren zu hören.

Die Spur führte sie weiter – weg vom Mond, hinein in einen Teil des Weltraums, den Leni noch nie gesehen hatte.

Es wurde dunkler.

Die Sterne leuchteten hier nur ganz schwach.

„Das ist der Sternenwald“, flüsterte Pipo.

„Warum ist es hier so dunkel?“, fragte Leni leise.

Fina schaute sich vorsichtig um. „Hier verstecken sich manchmal verlorene Dinge…“

Plötzlich hörten sie ein leises Schluchzen.

„H-hallo…?“

Leni blieb stehen. „Da ist jemand!“

Hinter einem dunklen Stern versteckte sich ein kleines, zitterndes Licht.

Es war der verlorene Stern!

„Da bist du ja!“, rief Leni froh.

Doch der Stern flackerte traurig.

„Ich habe mich verlaufen…“, piepste er. „Und jetzt finde ich den Weg nicht mehr zurück…“

Leni ging langsam näher.

„Keine Angst“, sagte sie sanft. „Wir helfen dir.“

Doch plötzlich begann der Sternenwald sich zu bewegen.

Die dunklen Sterne wackelten… und ein leises Rauschen war zu hören.

„Oh oh…“, murmelte Bruno.

„Was ist das?“, fragte Leni.

Fina stellte sich schützend vor sie. „Manchmal macht die Dunkelheit den kleinen Sternen Angst… und dann wird alles unruhig.“

Der kleine Stern zitterte noch mehr.

Leni kniete sich zu ihm.

„Weißt du was?“, sagte sie leise. „Ich habe auch manchmal Angst im Dunkeln.“

Der Stern hörte auf zu zittern.

„Wirklich?“

Leni nickte. „Aber dann denke ich an meine Mama… und meinen Teddy… und daran, dass ich nicht allein bin.“

Sie hielt den kleinen Stern vorsichtig in ihre Hände.

„Du bist auch nicht allein. Wir sind hier.“

Langsam begann der Stern heller zu leuchten.

Ganz vorsichtig… ein kleines bisschen mehr…

Dann noch ein bisschen mehr…

Bis er wieder warm und hell strahlte.

Und plötzlich wurde auch der Sternenwald heller.

Die dunklen Schatten verschwanden.

„Du hast es geschafft!“, rief Pipo.

Der kleine Stern drehte sich glücklich in Lenis Händen.

„Danke, Leni!“

Fina lächelte. „Jetzt kann er zurück.“

Das Raumschiff flog weiter – diesmal ganz schnell.

Durch die Sterne… vorbei am Mond… zurück Richtung Erde.

„Wo wohnt das Kind?“, fragte Leni.

Pipo zeigte nach unten. „Dort! Siehst du das kleine Haus?“

Ein Fenster war noch hell.

„Er ist noch wach…“, sagte Leni.

Ganz vorsichtig landeten sie vor dem Fenster.

Drinnen lag ein kleiner Junge im Bett.

Er drehte sich hin und her.

„Ich kann nicht schlafen…“, murmelte er.

Leni öffnete leise das Fenster.

Sie hielt den kleinen Stern fest.

„Pscht… wir bringen dir etwas“, flüsterte sie.

Ganz vorsichtig legte sie den Stern neben das Kopfkissen.

Sofort begann er sanft zu leuchten.

Der Junge wurde ruhig.

Seine Augen fielen langsam zu.

Und ein kleines Lächeln erschien auf seinem Gesicht.

„Er schläft…“, flüsterte Leni.

Zurück im Raumschiff sahen alle Leni an.

„Du warst heute ganz mutig“, sagte Bruno.

„Und sehr lieb“, piepste die Maus.

Fina kam näher.

„Du hast dem Stern geholfen, wieder zu leuchten.“

Luna lächelte. „Deshalb bekommst du etwas ganz Besonderes.“

Er tippte mit seiner Nase auf Lenis kleinen Stern in ihrer Hand.

Plötzlich leuchtete er ein bisschen heller als vorher.

„Das ist jetzt ein Mut-Stern“, erklärte Pipo. „Er erinnert dich daran, dass du stark bist.“

Leni strahlte.

„Danke…“

Wieder brachten sie Leni nach Hause.

Sie legten sie sanft ins Bett.

Der Mut-Stern lag warm in ihrer Hand.

„Gute Nacht, Leni“, flüsterte Fina.

„Bis bald“, sagte Luna.

Leni schloss langsam die Augen.

„Bis bald…“

Und während sie einschlief, flüsterte sie ganz leise:

„Ich habe keine Angst im Dunkeln…“

Draußen funkelten die Sterne.

Und irgendwo da oben… wachten ihre Freunde über sie.